(April 2025) Das Bundeskriminalamt warnt aktuell vor einer besonders perfiden Betrugsmasche: In Tirol und ganz Österreich versuchen momentan falsche Ärzte Geld zu ergaunern. Bisher waren es Betrüger, die sich als Polizisten ausgegeben haben – in Anlehnung daran gilt jetzt Vorsicht vor falschen Ärzten. Wie sie agieren, worauf ihr achten solltet, erklären wir euch hier.
Die Masche ist ungewöhnlich und bisher noch nie da gewesen. Allerdings nicht neu ist, wie die Täter Notlagen vorgaukeln und emotionale Ausnahmesituationen ausnutzen – auf besonders perfide Weise.
Die betroffenen Opfer werden angerufen, am Telefon meldet sich ein vermeintlicher Arzt und spricht von einer Notlage: ein Angehöriger sei wegen einer plötzlichen, schweren Krankheit stationär in einem österreichischen Krankenhaus. Die Täter machen Druck am Telefon: Um die erkrankte Person zu retten, brauche es ein spezielles Medikament. Das übernimmt die Krankenkasse allerdings nicht. Für das Medikament sollten Angehörige sofort eine Vorauszahlung leisten – und dafür verlangen die Anrufer teilweise enorm hohe Beträge, in einem Fall waren es 165.000 Euro.
Der Anrufer sagt, er werde medizinisches Personal schicken, die das Bargeld oder Wertgegenstände als Vorauszahlung entgegennehmen. Dafür schlagen die Anrufer Treffpunkte vor, etwa vor einem Krankenhaus.
Derartige Anrufe haben sich in den letzten Tagen gehäuft, laut Bundeskriminalamt im gesamten Bundesgebiet. Die Gespräche wirken glaubwürdig und professionell – dadurch, und durch den enormen emotionalen Druck kommt es zu überstürzten Entscheidungen und im schlimmsten Fall zu hohen finanziellen Schäden.
Kennt ihr Betroffene oder habt ihr selbst so einen Anruf erhalten? Wendet euch dann bitte sofort an die nächste Polizeidienststelle oder wählt den Polizeinotruf 133.