Im hohen Gras werden Rehkitze oft übersehen. Drohnen sollen künftig ihr Leben retten.
Nicht jedes scheinbar hilflose Wildtier muss gerettet werden. Unüberlegte Hilfe kann mehr schaden als nützen. Eingreifen sollte man nur nach Rücksprache mit Experten.
Junge Wildtiere wirken oft hilflos, sind es aber nicht. Hasen legen ihre Jungen ab, um sie vor Feinden zu schützen. Anfassen kann schlimme Folgen haben, auch bei Rehkitzen. Diese sind von Natur aus geruchlos. Der menschliche Geruch nach dem Anfassen kann deshalb Raubtiere anlocken. Es kann sogar soweit gehen, dass die jungen Wildtiere von ihren Eltern vertrieben werden. Bei Vögeln muss zwischen „Ästlingen“ und „Nestlingen“ unterschieden werden.
Achtet auf Anzeichen wie offene Wunden, sichtbare Brüche oder apathisches Verhalten. Schwache oder bewegungsunfähige Tiere brauchen dringend Unterstützung. Auch Tiere in akuten Gefahrensituationen, wie auf einer stark befahrenen Straße, benötigen Hilfe. Im Zweifel bitte direkt beim Tierschutzverein anrufen. In Tirol erreicht ihr diesen unter der Nummer 0660 237 68 40.
Verletzte Tiere niemals mit bloßen Händen anfassen. Verwendet besser Handschuhe oder ein Handtuch und transportiert das Tier in einer belüfteten Box mit weicher Unterlage. Unterkühlte Tiere vorsichtig wärmen. Wichtig: niemals selber Wasser Futter geben. Das ist ein Thema für die Profis.
Jagdbare Wildtiere wie Rehe, Wildschweine oder Fasane stehen unter Jagdrecht. Wer ein solches Tier mitnimmt, begeht möglicherweise Wilderei. Auch Tiere, die durch eine Kollision mit einem Auto verletzt wurden, dürfen nicht eigenmächtig mitgenommen werden. Am besten immer den zuständigen Jäger oder die Polizei informieren.